|
Mein Name ist Astrid
Pfitzer. Ich lebe in Stadtsteinach in Oberfranken.
Mein Hobby ist das textile Gestalten, insbesondere das
Erstellen von Patchwork-Quilts. Auf diesen Seiten
möchte ich einige Bilder von meinen Werken zeigen,
sowie eine kurze Einführung zum Thema Patchwork geben,
sowie mich selber Ihnen vorstellen.
|
Flickwerk - die MachArt
Patchwork heißt auf
deutsch "Flickwerk".
Es wird aus vielen kleinen
Stoffteilchen zusammengesetzt. Dieses Patchwork bekommt eine
Einlage aus fülligem Material und eine Rückseite,
meist aus einfachen Stoffen, wie z. B. Nessel. Die
Schauseite (Patchwork mit Muster), Einlage und
Rückseite werden durch Steppstiche miteinander
verbunden, bzw. gequiltet (engl. to quilt = steppen). Das
Ergebnis ist der Patchworkquilt.
Die älteste erhaltene
Patchworkdecke wird auf das Jahr 980 v. Chr. datiert. Sie
besteht aus Gazellenleder und befindet sich in Kairo. Durch
die Kreuzzüge kamen Seiden- und Baumwollstoffe nach
Europa, wo bisher nur Leinen- und Wollstoffe bekannt waren.
Angeregt durch diese neuen schönen Stoffe entwickelten
sich auch in Europa viele textile Techniken, wie z. B.
Stickereien, Applikation und auch Patchwork.
Mit den europäischen
Auswanderern kam die Patchworktechnik auch in die "Neue
Welt" und erlebte dort, bedingt durch die Armut, ihre
Blütezeit. Jeder Stoffrest, zerschlissene Kleidung,
Fetzen, alles war wertvoll und mußte wiederverwertet
werden.
|
|
So wurde
Stoffstückchen an Stoffstückchen genäht, bis
wieder ein neuer verwendbarer Stoff entstanden war. Die
Pionierfrauen versahen diesen Stoff mit einer wärmenden
Einlage, z. B. Wolle oder altem Mantelstoff und nähten
diese Schichten mit feinen Steppstichen zusammen. Fertig war
die Decke.
Diese
Technik verbreitete sich über das ganze Land. Die
Muster wurden ausgetauscht und später trafen sich die
Frauen zu sog. "quilting-bees", wo sie gemeinsam an ihren
Quilts steppten. Diese "quilting-bees" gaben die
Rechtfertigung zum geselligen Beisammensein in einer Zeit,
in der jede Form von Muße verpönt war. Es gibt
hunderte überlieferter Muster, von denen jedes einen
Namen hat.
In Amerika ist Patchwork auch
heute noch eine verbreitete Form der Handarbeit, es gibt
zahlreiche Bücher, viele verschiedene Zeitschriften,
Stoffe mit speziellen Mustern und vieles mehr.
Anfang der achtziger Jahre schwappte etwas von
der Patchworkwelle auch wieder nach Europa. In Deutschland
konnte sich Patchwork nur sehr zögernd durchsetzen.
Inzwischen gibt es schon viele Patchworkgruppen (Frauen, die
sich regelmäßig treffen, um gemeinsam zu arbeiten
oder sich auszutauschen), Patchworkkurse an der
Volkshochschule, spezielle Stoffgeschäfte.
Im Jahre 1986 wurde die
deutsche Patchworkgilde gegründet, sie hat inzwischen
mehr als 4500 Mitglieder.
Ich wurde 1956 in Berlin
geboren und bin Hausfrau und Mutter von zwei Kindern. Die
Anregung zum Patchwork bekam ich zum einen von meiner
Schwester, Gudrun Rahders, zum anderen durch einen Urlaub in
Dänemark im Sommer 1994, als ich in einem Geschäft
wunderschönes Patchwork sah und mir Stoffe und
Literatur mitbrachte.
Zurück in Stadtsteinach
begann ich sofort meinen ersten Quilt zu nähen. Seitdem
habe ich Quilts in vielen verschiedenen Größen,
Designs und Farben hergestellt.
Sie
sind teilweise nach traditionellen Mustern genäht, wie
z. B. Bäume und Häuser, Tulpen, Snail Trail, Log
Cabin usw..
Viele der traditionellen
Muster, wie z. B. das Log Cabin-Muster, bei dem von einem
kleinen Mittelquadrat ausgehend, immer wieder Streifen
herumgenäht werden, lassen viel gestalterischen
Freiraum.
Ich
nähe jetzt auch Arbeiten ohne Mustervorgaben, in dem
ich die Stoffteile frei aneinandernähe. Manche Stoffe,
die ich in einem Quilt verwendet, färbe oder bemale ich
selber.
Das Steppen erfolgt nicht wie
traditionell üblich mit der Hand, sondern mit der
Nähmaschine.
Ich freue mich sehr über
Anregungen sowie Kontakten zu anderen Quiltern!
Astrid Pfitzer, Lindig 2, 95346 Stadtsteinach
Tel. (0 92 25) 65 17 oder per e-mail
|